Mein Lebenslauf ist bunt und vielseitig. Von außen mag er nicht geradlinig wirken. Für mich war jedoch keine dieser Stationen ein Umweg. Jeden Schritt bin ich bewusst gegangen, und an jeder Station konnte ich mehr über mich lernen, neue Fähigkeiten entwickeln und mich auf das vorbereiten, was später kam. Hätte ich etwas davon abgekürzt, hätte ich die nächste Aufgabe nicht auf dieselbe Weise ausfüllen können.
Der Bootsbau war für mich weit mehr als eine handwerkliche Ausbildung. Es war ein persönlicher Schulungsweg. Während meines BWL-Studiums setzte ich mich intensiv mit Wirtschaft, Geld und dem Menschen in diesem System auseinander. Parallel zu Ausbildung, Arbeit und Studium bin ich schon damals tief in die traumatherapeutische Arbeit eingestiegen.
Nach dem Studium fand ich im sozial-ökologischen Banking zunächst die für mich ideale Nische: Geld als positives Gestaltungsmittel einzusetzen und in einem Umfeld zu arbeiten, in dem meine starke Werteorientierung mit meinem wirtschaftlichen Know-how im Einklang stand. Innerhalb weniger Jahre stieg ich vom Trainee zum Firmenkundenbetreuer und Teamleiter auf, übernahm Verantwortung und begleitete als Führungskraft unter anderem eine tiefgreifende Umstrukturierung.
Doch irgendwann spürte ich, dass auch dieses Kapitel zu Ende ging. Ich wollte näher an die eigentliche Wirkung. Sie nicht mehr nur aus der Ferne finanzieren, sondern selbst dazu beitragen. Ich nahm mir eine Auszeit zur Neuorientierung, sammelte Erfahrung als Head of Finance bei einer Non-Profit-Organisation im Bereich psychosozialer Hilfen und stieg parallel wieder tiefer in die therapeutische Arbeit ein.
Ich absolvierte einen zweiten Durchgang der Traumatherapie-Ausbildung und parallel dazu die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Immer deutlicher spürte ich: Jetzt ist die Zeit reif, all das Gelernte und Erfahrene in einem professionellen Rahmen weiterzugeben. So entschied ich mich, die therapeutische Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen und meine eigene Praxis zu gründen.