Auch achtsame Berührung kann, wenn sie therapeutisch stimmig ist, Teil der Arbeit sein – jedoch ausschließlich nach vorheriger Absprache und mit deinem ausdrücklichen Einverständnis. Ob und wie wir damit arbeiten, entscheidest du jederzeit mit.
Verstehen, fühlen und neue Erfahrungen möglich machen.
Der Ausgangspunkt meiner Arbeit liegt in der körperorientierten Traumatherapie. Sie ist jedoch ausdrücklich nicht auf die Verarbeitung traumatischer Erfahrungen beschränkt und kann in einer Vielzahl von Themen Anwendung finden. Im Mittelpunkt steht das, was dich heute bewegt und was sich jetzt verändern möchte.
Wir schauen nicht nur darauf, woher etwas kommt. Wir beziehen auch dein emotionales und körperliches Erleben sowie dein Nervensystem ein. So kann das, was du bereits verstanden hast, auch in deinem Erleben ankommen. Veränderung nicht nur gedacht, sondern Schritt für Schritt erfahren werden.

Individuell und zugleich klar geführt
Jeder Mensch und jeder Prozess sind anders. Selbst zwei äußerlich ähnliche Erfahrungen können innerlich etwas ganz Unterschiedliches ausgelöst haben und andere Wege der Verarbeitung brauchen. Deshalb arbeite ich nicht nach einem festen Schema. Wir orientieren uns an dem, was sich gerade zeigt, was deinen Prozess unterstützt und welcher nächste Schritt in deinem Tempo gut tragbar und integrierbar ist.
Individuell bedeutet dabei nicht beliebig. Ich begleite dich klar und präsent: Ich halte den Rahmen, behalte die Richtung im Blick, stelle präzise Fragen und gebe Impulse. In Resonanz mit dir greife ich auf die Zugänge zurück, die deinen Prozess gerade wirklich unterstützen. Gleichzeitig gleichen wir immer wieder ab, ob das Vorgehen für dich stimmig ist. Deine Wahrnehmung und deine innere Orientierung bleiben dabei maßgeblich.
Vom Denken ins Fühlen
Verstehen ist ein wichtiger Teil therapeutischer Arbeit. Doch manchmal bleibt das innere Erleben trotz aller Einsicht unverändert. Dann braucht es zusätzlich eine neue Erfahrung, in der Denken, Fühlen und Körper zusammenfinden. Je nach Prozess arbeiten wir deshalb mit dem Gespräch, inneren Bildern, Körperwahrnehmungen und Bewegung. Die Methode ist dabei kein Selbstzweck: Wir nutzen nur das, was dich in diesem Moment sinnvoll unterstützt.
Sicherheit, Dosierung und Integration
Häufig geht es zunächst darum, Ressourcen, Orientierung und innere Stabilität zu stärken. Erst wenn genügend Halt vorhanden ist, begegnen wir Belastendem – so achtsam und dosiert, dass du damit in Kontakt sein kannst, ohne erneut davon überwältigt zu werden. Es geht nicht darum, etwas zu erzwingen oder möglichst schnell in die Tiefe zu gehen, sondern um eine Tiefe, die dein System auch verarbeiten kann.
Manchmal braucht etwas einen Ausdruck oder eine Grenze, die damals nicht möglich waren. Ein unterbrochener Schutzimpuls kann wahrgenommen und zu einem stimmigen Abschluss geführt werden. Manchmal geht es darum, etwas abzugrenzen oder zurückzugeben, das du lange getragen hast, obwohl es nicht zu dir gehört. Und manchmal war nicht ein Zuviel, sondern ein Zuwenig das Belastende: Es fehlten Schutz, Unterstützung, Trost oder Resonanz. Dann können im Hier und Jetzt neue, stärkende Erfahrungen entstehen.
Die Vergangenheit lässt sich nicht ungeschehen machen. Körper und Nervensystem können auf frühere Erfahrungen jedoch so reagieren, als wäre die damalige Belastung noch gegenwärtig. In einem sicheren Rahmen kann umgekehrt dein inneres Erleben heute etwas erfahren, das damals nicht möglich oder nicht verfügbar war. Dadurch verändert sich nicht, was geschehen ist – wohl aber, wie es in dir weiterwirkt. Etwas kann zur Ruhe kommen, einen Platz in deiner Geschichte finden und Raum für neue Erfahrungen freigeben.
Auch große Themen müssen sich nicht in einer Sitzung lösen. Mir ist jedoch wichtig, einen begonnenen Prozess nicht einfach offen enden zu lassen. Zum Abschluss nehmen wir uns bewusst Zeit für Integration, Orientierung und Stabilisierung, damit du möglichst gut und stabil in deinen Alltag zurückkehren kannst.
Die Grundlage meiner Arbeit
Den Kern meiner therapeutischen Arbeit bildet die „Schöpferische Transformation“ nach Danielle Christoph. Der Ansatz baut auf Somatic Experiencing (SE) nach Peter Levine auf und verbindet körperorientierte Traumatherapie mit ressourcenorientierter Prozessarbeit, Erkenntnissen aus der Trauma- und Hirnforschung sowie Elementen und Sichtweisen der systemischen Therapie. Er gibt mir ein breites therapeutisches Handwerkszeug und eine klare Orientierung, ohne deinen Prozess in ein festes Schema zu zwingen.
Traumasensibel zu arbeiten bedeutet für mich nicht, schwierigen Themen auszuweichen. Es bedeutet, ihnen so zu begegnen, dass deine Grenzen, dein Tempo und deine Sicherheit gewahrt bleiben – und wir zugleich nicht an der Oberfläche stehen bleiben.





